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Steinkohle 2005 – Zukunft braucht Kohle

Pressemitteilung

Essen, den 08. November 2005 – „Steinkohle 2005 – Zukunft braucht Kohle“ – dies ist das selbstbewusste Motto des heutigen Steinkohlentages in der Essener Philharmonie, der Jahresveranstaltung des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus (GVSt).

„Was muss auf den globalen Energiemärkten eigentlich noch passieren, dass man sich in Deutschland auf den Energieträger und Rohstoff heimische Steinkohle besinnt?“ Diese offensive Frage stellt Dr. Werner Müller, GVSt-Präsident und Vorsitzender des Vorstands der RAG Aktiengesellschaft. Angesichts der unkalkulierbaren Risiken der internationalen Energiemärkte seien Überlegungen über den Verzicht auf die größte nationale Energiereserve völlig unverständlich.

Die Rohstoffpreishausse hat sich auch im Jahr 2005 fortgesetzt. Zahlreiche Untersuchungen namhafter Experten und Institutionen kommen in diesem Jahr unabhängig voneinander zu dem Ergebnis, dass die Zeit billiger Rohstoffe endgültig vorbei ist. So folgert z.B. eine gemeinsame Studie des Hamburger WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und der Berenberg Bank, dass auch die heimische Steinkohlenindustrie weiter „begrenzt aufrecht zu erhalten“ sei. Die Studie formuliert kurz und prägnant die zentrale Bedeutung der Kohle für die deutsche Wirtschaft: „Ohne Kraftwerkskohle kein Strom, ohne Koks kein Stahl und ohne Strom und Stahl keine Industrie“. Anders gesagt: Ohne Kohle keine Zukunft.

Die Befürchtungen eines dauerhaft knapper und damit teurer werdenden Rohstoffangebots sind sehr real. Dies belegen beispielhaft die diesjährigen Preissteigerungen von 71,5 % beim Feinerz und sogar von mehr als 100 % bei Kokskohle. Sie sind weniger auf die Kostenentwicklung bei den Anbietern als vielmehr auf deren gestiegene strategische Marktmacht bei zunehmender Nachfrage zurück zu führen.

Angesichts der Folgen einer derart anhaltenden dramatischen Entwicklung wird die Bedeutung von Energiesicherheit spürbar größer. „Energiesicherheit ist auch eine politische Aufgabe, denn das reine Marktgeschehen gibt keine Versicherungsprämien her“, so Dr. Werner Müller. Langfristig führe kein Weg am Erhalt der größten nationalen Energiereserve vorbei, denn die heimische Steinkohle sei noch für viele Generationen in Deutschland verfügbar. Dazu müsse der Zugriff auf die Lagerstätte zwingend erhalten bleiben.
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