Aktuelles

Energie für das 21. Jahrhundert

Energieheft der Zeitschrift "Internationale Politik"

Die von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) herausgegebene Zeitschrift „Internationale Politik“ hat ihre Februarausgabe 2006 dem Thema „Energie für das 21. Jahrhundert“ gewidmet.

Dieses Energieheft enthält eine Reihe sehr interessanter Beiträge zur aktuellen Energiedebatte, dies vor allem aus sicherheitspolitischer und geostrategischer Perspektive. Die Energieversorgung wird nicht nur als Thema der Wirtschaftspolitik betrachtet, sondern auch und gerade als eines der Außen- und Sicherheitspolitik. Der jüngste russisch-ukrainische Erdgaskonflikt sei eine Art Menetekel dafür. Der in Deutschland bevorstehende nationale Energiegipfel müsse unbedingt die wahre Dimension der Sicherheitsproblematik erkennen.

In den Beiträgen geht es deshalb um die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Energiestrategie, die aus deutscher und europäischer Sicht bedenklichen Energiestrategien Russlands, Chinas oder Saudi-Arabiens und auch die Ölabhängigkeit der Vereinigten Staaten.

Frank Umbach vom Forschungsinstitut der DGAP beispielsweise mahnt in seinem Beitrag „Europas nächster kalter Krieg“ eine gemeinsame europäische Politik zur Energiesicherheit an und warnt vor der Abhängigkeit vom „Energie-Imperialismus“ Moskaus. Speziell in Deutschland seien die Herausforderungen für die Energiesicherheit bisher kaum wahrgenommen worden. Blindes Vertrauen auf die Marktkräfte im Energiesektor wäre kurzsichtig und apolitisch. Nötig sei ein neues energiepolitisches Gesamtkonzept, das neben verstärkter Konzertierung der Energiepolitik mit der Außen- und Sicherheitspolitik in den Energiemärkten sowohl Energiesparen und Energieeffizienz auf der Nachfrageseite forciert als auch auf einen ausgewogenen Energiemix und aktive Diversifizierung auf der Energieangebotsseite abstellt. Dazu müsse auch die Beibehaltung einer eigenen Kohleförderung in Deutschland gehören.

Weitere Beiträge befassen sich mit den Kontroversen um die Klimapolitik und mit der Rolle bestimmter Energieträger. So beleuchtet Heinz Scholtholt, Mitglied des Vorstandes der STEAG Aktiengesellschaft, unter dem Titel „Kohle ist unverzichtbar“ das Zukunftspotenzial und die Perspektiven der modernen Clean Coal-Technologien.

Allgemeine Informationen über die „Internationale Politik“ und die Inhalte der Februarausgabe sowie einige Beiträge sind im Internet unter abrufbar.

www.internationalepolitik.de