Aktuelles

Wolfgang Reichels große Verdienste um den deutschen Steinkohlenbergbau gewürdigt

Pressemitteilung

Abschieds-Empfang nach 36 Jahren intensiver Verbandstätigkeit Prof. Dr. Franz-Josef Wodopia übernimmt die Leitung des GVSt



Essen, 22. Juni 2006 - „Sie sind stets ein entschlossener, manchmal sehr kämpferischer Streiter für die deutsche Steinkohle gewesen, der unsere gemeinsame Sache nicht nur sachkundig, sondern mit voller Überzeugung vertreten hat.“ Mit diesen Worten würdigte Dr. Wilhelm Beermann, der Ehrenpräsident des Gesamtverbandes des deutschen Steinkohlenbergbaus (GVSt), jetzt die großen Verdienste Wolfgang Reichels anlässlich seines Abschieds-Empfangs in Essen.

Reichel, seit 1993 Hauptgeschäftsführer des GVSt und seit 1997 geschäftsführendes Vorstandmitglied, wurde heute im Beisein von rund 300 Gästen und Weggefährten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aus den Diensten des GVSt verabschiedet. Über Reichels gut 36jähriges Wirken für den deutschen Steinkohlenbergbau sagte Dr. Wilhelm Beermann weiter: „Sie sind Ihre berufliche Tätigkeit jederzeit zielgerichtet und ergebnisorientiert angegangen, dabei immer mit dem abwägenden Blick auf das wirtschaftlich Machbare, sozial Vertretbare und politisch Durchsetzbare.“

Wolfgang Reichel wurde 1943 in Hartha in Sachsen geboren. Knapp zwei Monate nach dem Examens-Abschluss seines Studiums der Volkswirtschaftslehre in Berlin und Kiel begann Reichel am 1. Februar 1970 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim GVSt. Sein Berufsweg führte ihn in den folgenden Jahren nicht nur in die Führungsgremien des Gesamtverbandes und der bergbaulichen Gemeinschaftsorganisationen, sondern auch in die entsprechenden Gremien und Organisationen des Bergbaus in der Europäischen Union (u.a. Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl/EGKS, EURACOAL, Beratende Kommission für den Industriellen Wandel/BKIW im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss). Dort wirkte Reichel aktiv an wesentlichen energie- und kohlepolitischen Entscheidungen der Europäischen Union mit. Dr. Beermann: „Damit haben Sie über die Vertretung der Kohleinteressen hinaus auch einen Beitrag dazu geleistet, das große historische Erbe der EGKS, die als Montanunion den Grundstein der heutigen Europäischen Union gelegt hat, in zeitgemäßer Weise zu bewahren.“

In den fast vier Jahrzehnten seiner Arbeit für die Belange des deutschen Steinkohlenbergbaus war Reichel u.a. Beteiligter der so genannten „Kohlerunden“ von 1991 und 1997, in denen wesentliche Weichenstellungen für die Zukunft der Branche vereinbart worden sind. Wolfgang Reichels Engagement galt dabei der Sicherung der deutschen Steinkohle in ihrem Beitrag zur zuverlässigen Rohstoff- und Energieversorgung Deutschlands ebenso wie den Belangen der im Bergbau Beschäftigten. Dr. Wilhelm Beermann: „Kennzeichnend für Sie waren immer auch Ihr hervorragendes Gedächtnis und großes Detailwissen. Sie sind in 36 Jahren Berufstätigkeit für den Steinkohlenbergbau fast so etwas wie ein lebendes Archiv geworden. Jedenfalls überblickt kaum einer heute noch die größeren sachlichen Zusammenhänge in der Entwicklung unserer Branche so wie Sie.“

Reichels Nachfolger als alleiniger Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbandes ist Prof. Dr. Franz-Josef Wodopia (48). Der Volkswirt begann seine berufliche Tätigkeit ebenfalls beim GVSt, bevor er in die Dienste der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie, der heutigen IGBCE, trat, zuletzt als Leiter der Abteilung Energiepolitik. Bereits im Juli 2005 kehrte er als Hauptgeschäftsführer zum GVSt zurück. Seit dem 1. Mai 2006 ist Prof. Dr. Wodopia auch geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Verbandes.

Dr. Wilhelm Beermann: „Lieber Herr Reichel, Ihr Haus GVSt ist bestellt. Ihr Nachfolger an der Spitze des Gesamtverbandes, Herr Professor Wodopia, ist eingearbeitet und hat unser Vertrauen. Er kann und soll jetzt das alleinige Zepter übernehmen. Ich glaube, dass er dieser großen Aufgabe gerecht werden wird.“

Wolfgang Reichel
(1280x960 Pixel)
Prof. Dr. Franz-Josef Wodopia
(1296x1761 Pixel)
Kontakt
Logo GVSt Adresse