Aktuelles

Kokskostenanteil an den Herstellungskosten eines Pkw

BILD-Zeitung vom 28.04.04:
„Warum ist Koks plötzlich so wertvoll? … Stahl (z.B. Autos) teurer! …“

Folgende Rechnung unterstützt die in obigem Artikel zitierte Aussage von Herrn Dieter Ameling, Wirtschaftsvereinigung Stahl, dass gestiegene Rohstoffpreise die Kfz-Herstellung um etwa 90 Euro verteuern.

Beispielrechnung:
Stahlanteil im Pkw: 500-700kg - geländegängige Fahrzeuge (SUV) deutlich höher

Kokskostenanteil bei verschiedenen Kokspreisen:
70 €/t (etwa in 2000) x 0,7 t x 0,374 t/t = 18 €
110 €/t (Anfang 2002) x 0,7 t x 0,374 t/t = 41 €
300 €/t (März Rand) x 0,7 t x 0,374 t/t = 79 €
600 €/t (Spitzenpreise) x 0,7 t x 0,374 t/t = 157 €

Der Kokskostenanteil an der Stahlherstellung (Warmbreitband) hätte sich damit von etwa 13% (Anfang 2002) auf 35% (März Rand) erhöht, wenn nicht zugleich die Eisenerzpreise ebenfalls deutlich gestiegen wären. Am aktuellen Rand würde sich bei vollständiger Weitergabe gestiegener Kokspreise die Herstellung eines Pkw um über 80 € gegenüber Anfang 2002 verteuern. Obig zitierte Schätzung von Herrn Ameling dürfte damit keine vollständige Kostenumwälzung annehmen. Kostensteigerungen für andere Endprodukte (Waschmaschine, Besteck, Werkzeuge) dürften sich nur im Cent-Bereich abspielen. Ausnahme: der Kanaldeckel könnte 5-10 € teurer werden.
Kontakt
Logo GVSt Adresse