Schmuckbild Bergarbeiter - Kumpels

Glossar - K

Karbon 
Zeitabschnitt der Erdgeschichte; bedeutend durch die Kohlevorkommen (namensgebend, carbon = Kohlenstoff)
Kaue 
Gebäude, in dem die Bergleute duschen und sich umziehen.
Kettenkratzer-
förderer 
Fördermittel, bei dem das Fördergut in einer Stahlrinne durch Stege (Mitnehmer) bewegt wird. Die Mitnehmer sind an einer oder mehreren endlosen Ketten befestigt.
Klassierung 
Trennen eines Feststoffgemisches nach Korngrößen in verschiedene Kornklassen.
Knappschaft 
Sozialversicherung der Bergleute
Kohle 
Brennbares Produkt, entstanden aus Pflanzenüberresten, die sich über mehrere Millionen Jahre unter Luftabschluss stofflich umgewandelt haben (Inkohlung). Dabei hat eine relative Anreicherung des Kohlenstoffs stattgefunden.
Kohlebeihilfen 
Finanziellen Maßnahmen der öffentlichen Hand (Bund und Bergbauländer) im Bereich der Steinkohle. Die heute gewährten Kohlebeihilfen umfassen im Wesentlichen:
  • Absatzhilfen zum Ausgleich der Differenz zwischen den Produktionskosten der deutschen Steinkohle gegenüber Importkohle
  • Hilfen zur Deckung der mit Kapazitätsstilllegungen verbundenen Belastungen der Bergbauunternehmen
  • Soziale Hilfsmaßnahmen an ehemalige Beschäftigte des Kohlenbergbaus
Kohlenarten 
Unterteilung der Kohlen nach Gehalt an flüchtigen Bestandteilen, bezogen auf die wasser- und aschefreie Kohle. Es werden folgende Arten unterschieden:
Kohlenart Flüchtige Bestandteile Vorrangige Verwendung
Braunkohle
Weichbraunkohle 50 bis 60% in Kraftwerken
Hartbraunkohle 47 bis 50%
Steinkohle
Flammkohle über 40% in Kraftwerken und als Beimischung zur Kokskohle in Kokereien
Gasflammkohle 35 bis 40%
Gaskohle 28 bis 35%
Andere
Fettkohle 19 bis 28% als Kokskohle
Esskohle 14 bis 19% als Hausbrand und in Kraftwerken
Magerkohle 10 bis 14%
Anthrazit unter 10%
Kohlenwertstoffe 
Bei der Verkokung von Steinkohle anfallende Stoffe, die durch Reinigung des entstehenden Gases gewonnen werden, wie z.B. Teer, Benzol, Ammoniak.
Kohlepfennig 
Umgangssprachliche Bezeichnung für den prozentualen Zuschlag auf den Strompreis (Ausgleich), der in den Jahren 1975 bis 1995 gemäß dem Dritten Verstromungsgesetz zum Ausgleich der Mehrkosten der Verstromung deutscher Steinkohle gegenüber Mineralöl und Importkohle von den Stromverbrauchern erhoben wurde.
Kohlerunden 
Gesprächsrunden zwischen Vertretern von Bund, Bergbauländern, Bergbauunternehmen und Gewerkschaft um die langfristigen Rahmenbedingungen für den deutschen Steinkohlenbergbau festzulegen (z.B. Förder- und Absatzmengen, Finanzierungsregelungen).
Kohletechnologien 
Technologien, die sich mit der Nutzung von Kohle befassen (siehe auch Kohlenveredlung)
Kohlenveredelung 
Verfahren zur Umwandlung von Kohle in Koks, Gas und flüssige Produkte; im erweiterten Sinne auch in Strom.
Kokerei  Darstellung Kokerei
Anlage zur Umwandlung von Kohle in Koks. Eine Kokerei besteht insbesondere aus den Koksofenbatterien, der Kokssieberei und den Anlagen zur Gewinnung von Kohlenwertstoffen.
Kokskohle 
Steinkohle, die sich zur Herstellung von Koks besonders eignet (vorwiegend Fettkohle). Das wesentliche Qualitätsmerkmal ist das Backvermögen. Kokskohle hat 20 bis 26% Flüchtige Bestandteile.
Kokskohlenbeihilfe 
Seit 1965 bis Ende 1997 an den Steinkohlenbergbau gewährte Zuschüsse der öffentlichen Hand für deutsche Kokskohlen- und Kokslieferungen an die Stahlindustrie. Die Gewährung der Kokskohlenbeihilfe diente der finanziellen Flankierung des Hüttenvertrages.
Kraftwerkskohle 
Kohle, die in Kraftwerken zur Strom- und Wärmegewinnung verbrannt wird. Wichtigstes Qualitätsmerkmal einer Kraftwerkskohle ist der Heizwert. Von Bedeutung ist ferner der Gehalt an Asche und Wasser sowie an Schwefel.
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Wissenswertes von A -Z

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Hinweis

Weitere Stichworte zur Bergtechnik werden erläutert in:
"Das kleine Bergbaulexikon",
VGE Verlag GmbH, Essen, ISBN 3-7739-0501-7