Verantwortlich handeln. Perspektiven schaffen.

Kapitel 4
Internationale Energie - und Rohstoffmärkte

Lage der deutschen Zulieferindustrie

Spiegelbildlich zur angespannten Lage der Rohstoffproduzenten weltweit – vor allem im Bereich fossiler Energierohstoffe – leidet die Zulieferindustrie auch in Deutschland mit. So wird nach den bislang vorliegenden Daten für die ersten neun Monate des vergangenen Jahres der Gesamtumsatz der deutschen Bergbaumaschinenindustrie im Jahr 2014 auf rund 3,5 Mrd. € geschätzt. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein Rückgang um rund ein Drittel. Vom Gesamtumsatz entfallen 91 % (3,2 Mrd. €) auf die Exporte, die um 34 % nachgaben. Wie schon die Bergbauunternehmen waren auch die Zulieferer gezwungen, die Produktion zu kürzen und Personal freizusetzen. Die Hälfte der Mitgliedsunternehmen des Fachverbands Mining im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Frankfurt/Main, vermied – wohl auch aus Sorge vor zukünftigem Facharbeitermangel – umfangreichere Entlassungen und nutzte zunächst das Instrument der Kurzarbeit. Bis 2012 profitierte die Branche noch von der Rohstoff-Hausse in den Jahren 2009 und 2010 mit hohen Bestellungen im Bereich Ausrüstungsinvestitionen. Mit den abflachenden Nachfragezuwächsen, insbesondere in Schwellenländern wie zum Beispiel China, und dem zunehmenden Angebotsüberhang auf dem Steinkohlenweltmarkt gaben die Umsätze der deutschen Zulieferer deutlich nach – sie stürzten ausgehend vom Jahr 2012 bis 2014 um 43 % regelrecht ab.

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Anhang

Kennzahlen
Produktion der deutschen Bergbau-
maschinenindustrie
Produktion der deutschen Bergbaumaschinenindustrie