Verantwortlich handeln. Perspektiven schaffen.

Ein Wort zuvor

Mit der Schließung des Bergwerks Auguste-Victoria zum Jahresende wird es in Nordrhein-Westfalen nur noch zwei Bergwerke geben. Es ist die letzte Schließung vor dem endgültigen Auslauf des subventionierten deutschen Steinkohlenbergbaus Ende 2018. Erstmals lag im deutschen Steinkohlenbergbau die Zahl der Beschäftigten unter 10 000. Zur Erinnerung: Die RAG begann 1969 mit über 50 Bergwerken und annähernd 200 000 Mitarbeitern. – Zugleich hat der Bergbau seine Lieferverpflichtungen zuverlässig eingehalten. – Die Zahlen belegen, dass sich das Unternehmen an seinen Teil der politischen Verabredungen gehalten hat. Beides miteinander zu verbinden – sozialverträglicher Anpassungsprozess und Lieferverpflichtung – ist ein hoch kompliziertes Geschäft und keineswegs ein Selbstläufer.

Mit dem Ende der Steinkohlenförderung in Deutschland beginnt die Nachbergbauzeit: Der Bergbau hinterlässt Ewigkeitsaufgaben, die zuverlässig bearbeitet werden müssen. Neben anderen wichtigen Aufgaben hat hier die Wasserhaltung, also die Behandlung des Wassers, das in die vom Bergbau geschaffenen Hohlräume gelangt, eine besondere Bedeutung für die Reviere. Auf einer sicheren und verlässlichen Wasserhaltung liegt schon deshalb unser besonderes Augenmerk, weil Beeinträchtigungen und Schäden vermieden werden sollen und müssen. Das Grubenwasserkonzept der RAG im Ruhrgebiet ist darüber hinaus unerlässlich für die Vollendung eines Jahrhundertprojekts: die Renaturierung der Emscher.

Mit dem Ende der Steinkohlenförderung in Deutschland beginnt die Nachbergbauzeit: Der Bergbau hinterlässt Ewigkeitsaufgaben, die zuverlässig bearbeitet werden müssen. Neben anderen wichtigen Aufgaben hat hier die Wasserhaltung, also die Behandlung des Wassers, das in die vom Bergbau geschaffenen Hohlräume gelangt, eine besondere Bedeutung für die Reviere. Auf einer sicheren und verlässlichen Wasserhaltung liegt schon deshalb unser besonderes Augenmerk, weil Beeinträchtigungen und Schäden vermieden werden sollen und müssen. Das Grubenwasserkonzept der RAG im Ruhrgebiet ist darüber hinaus unerlässlich für die Vollendung eines Jahrhundertprojekts: die Renaturierung der Emscher.

„Steinkohle 2015 – Verantwortlich handeln. Perspektiven schaffen.“ lautet deshalb auch der Titel des diesjährigen Jahresberichts. Nicht nur die Fragen um die Wasserhaltung machen die Verantwortung deutlich, der sich die RAG Aktiengesellschaft stellt. In unserem Bericht zeigen wir an vielen Stellen, wie sich der Steinkohlenbergbau bereits jetzt für die verantwortliche Gestaltung der Nachbergbauzeit aufstellt. Dies umfasst auch tarifliche Regelungen, die dem Umstand Rechnung tragen, dass ab dem Jahr 2019 die Hausbrandansprüche nicht mehr aus eigener Produktion bedient werden können. Hier wurde mit unserem Sozialpartner eine ausgewogene Lösung vereinbart.

Der Bericht stellt zudem die aktuelle Lage des deutschen Steinkohlenbergbaus und die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen dar. Dies umfasst ebenso einen Überblick über die internationalen Rohstoffmärkte und die Energie- und Klimapolitik wie die aktuelle Darstellung der Grubengasnutzung.

Nach nunmehr rund drei Vierteln des Weges von den kohlepolitischen Verständigungen im Jahr 2007 bis zur Beendigung der Förderung im Jahr 2018 lässt sich feststellen, dass sich der deutsche Steinkohlenbergbau den Herausforderungen, die diese Aufgabe mit sich bringt, erfolgreich gestellt hat. Nun gilt es, diesen Weg konsequent weiterzugehen, um so der Verantwortung gegenüber Beschäftigten, Partnern und den Regionen bis zum Schluss gerecht zu werden.

Herne, im Oktober 2015
Unterschrift Bernd Tönjes
Bernd Tönjes

Vorsitzender des Vorstands
Gesamtverband Steinkohle e.V.

Bernd Tönjes
Foto Bernd Tönjes