Gesamtverband Steinkohle e. V. - Jahresbericht Steinkohle 2015

Kapitel 2
Das Bergwerk Auguste Victoria -zu jeder Zeit ein verlässlicher Partner

Die Übernahme des Bergwerks – von der Eigenständigkeit zur Eingliederung

Im Jahr 1904 schlossen sich BASF (Ludwigshafen), Bayer (Elberfeld) und Agfa (Treptow bei Berlin) zu einer Interessengemeinschaft, dem sogenannten Dreibund, unter Aufrechterhaltung der rechtlichen Selbstständigkeit zusammen und betrieben ab 1907 das Bergwerk Auguste Victoria.

30 Jahre später übernahm die I.G. Farbenindustrie AG die Gewerkschaft Auguste Victoria. Aufgrund des Kontrollratsgesetzes wurde im Jahr 1945 die Auflösung der AG beschlossen, das Bergwerk wurde beschlagnahmt und unter die Kontrolle der Alliierten gestellt.

Ab dem Jahr 1953 war die neugegründete BASF AG erneut Eigentümerin von Auguste Victoria.

Am 27. März 1991 unterzeichneten Vertreter der Ruhrkohle AG und der BASF AG den Übernahmevertrag, der rückwirkend ab Januar 1991 galt. Auguste Victoria gehörte nun wirtschaftlich zur Ruhrkohle AG, blieb aber rechtlich selbstständig. Zum 1. Januar 1996 wurde die Gewerkschaft Auguste Victoria, die nach den Bestimmungen des Bundesberggesetzes zum 5. November 1993 in eine GmbH umgewandelt worden war, den Begriff der Gewerkschaft aber weiterhin im Namen tragen durfte, endgültig in die Ruhrkohle AG eingegliedert.